FÜHRUNGEN UND VERANSTALTUNGEN IM TANZMUSEUM

Sonntag, 4. Dezember 2022 | 15 Uhr

Filmpräsentation und Gespräch | zwischenORT | Ein FilmEssay

Das Albert-Theater, einst ein zentrales Theater Dresdens, existiert nicht mehr.
1871 erbaut, 1936 von den Nationalsozialisten als „Theater des Volkes“ vereinnahmt, 1945 beim Bombenangriff auf Dresden ausgebrannt, wurde es 1950 abgerissen. Das Theater bot u.a. Mary Wigman, Dore Hoyer und Anna Pawlowa eine Bühne. Heute befindet sich an dieser Stelle ein Parkplatz.
Ein Ort, der exemplarisch historische, politische wie kulturelle Kontexte und Transformationen verkörpert. In seiner heutigen Erscheinung als Parkfläche steht er sinnbildlich für eine verschüttete, vielschichtige Geschichte.
Eine filmisch-archäologische Spurensuche in Vergangenheit und Gegenwart, die historische Materialien und zeitgenössische tanzkünstlerische Auseinandersetzungen freilegt, schichtet und überlagern lässt.

Dauer: 32 min.

Katja Erfurth             I Künstlerische Leitung, Choreographie und Tanz
Florian Mayer           I Violine
Helmut Oehring       I Komposition, Kamera und Regie
Torsten Ottersberg I Audio-Video-Produktion I STUDIO GOGH smp
Thomas Thorausch I Archivische Beratung

In Kooperation mit dem Deutschen Tanzarchiv Köln
Ein TANZ DIGITAL - Projekt | Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR, Hilfsprogramm TANZ DIGITAL des Dachverband Tanz Deutschland

Im Anschluss an die Filmpräsentation spricht Thomas Thorausch mit Katja Erfurth über ihre Idee zu dem Film, den ästhetischen Angang an das Projekt und die wechselvolle Historie der Tanzstadt Dresden.

Teilnahmegebühr (inkl. Museumseintritt): 6,50 € /erm. 4,00 € (Die Teilnahme an der Veranstaltung berechtigt zum kostenfreien Besuch der Veranstaltung um 16:15 Uhr!)

Sonntag, 4. Dezember 2022 | 16:15 Uhr

Zu Gast im Deutschen Tanzarchiv Köln | Dr. Eike Wittrock vom Zentrum für Genderforschung an der Kunstuniversität Graz im Gespräch mit Thomas Thorausch

Die Queerness der (deutschen) Tanzmoderne scheint ein offenes Geheimnis. Viele ihrer Protagonist*innen würden heute als queer gelten, ohne dass dies damals (oder überraschender: heute) so benannt wurde: Anita Berber, Sebastian Droste, Dore Hoyer, Harald Kreutzberg, Sigurd Leeder, Maja Lex, Hanns Niedecken-Gebhard, Gret Palucca, Alexander Sacharoff, Vera Skoronel, Alexander von Swaine, Max Terpis und Berte Trümpy (u.a.) hatten alle irgendwann in ihrem Leben gleichgeschlechtliche Beziehungen sexueller und/oder romantischer Art. Die Beziehung von Moderne und Queerness rückt zunehmend in den Fokus der Forschung. In welcher Weise moderner Tanz und die oftmals als ‚Eldorado’ von Queerness begriffene Weimarer Republik in Beziehung standen, ist jedoch bisher größtenteils unerforscht.

Im Gespräch mit Thomas Thorausch berichtet Dr. Eike Wittrock – diesjähriger Stipendiat des diesjährigen Forschungskollegs Tanzwissenschaft [https://zzt.hfmt-koeln.de/forschung/forschungskolleg/] - über sein Forschungsprojekt „Zwischenstufenkunst. Queere Tanzmoderne“ und seine Recherchen im Deutschen Tanzarchiv Köln und anderen Archiven.

Sonntag, 15. Januar 2023 | 15 Uhr 

Thematische Führung durch die aktuelle Ausstellung |Tänzer*innen der Zukunft – Revolutionäre und Rebellen aus der Geschichte des Tanzes

In der thematischen Führung der Archiv- und Museumspädagogin Madita Zinsen durch die Ausstellung „Geschichten aus der Geschichte des Tanzes“ dreht sich alles um Tänzer*innen und Choreograph*innen des Ausdruckstanzes, jener modernen Tanzform der 1920er und 30er Jahre. Mary Wigman, Kurt Jooss und andere Künstler*innen begaben sich auf die Suche nach einem Tanzwerk, das in die Zeit passt - visionär aber durchaus auch rebellisch! Orte wie der Monte Vérita, Themen wie die Emanzipation des Körpers, Lebenstationen wie der Tänzerkongress 1928 aber auch die Freundschaft mit Malern wie Emil Nolde verbinden sich in der Führung zu Geschichten aus der Geschichte des Tanzes.

Sonntag, 5. Februar 2023 | 15 Uhr 

Thematische Führung durch die aktuelle Ausstellung

Sonntag, 26. Februar 2023 | 14-19 Uhr

Finissage der aktuellen Ausstellung

Teilnahmegebühr (inkl. Eintritt): 6,50 € /erm. 4,00 €